janis joplin & jimi hendrix summertime
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Man must dance – Johnossi
August 19, 2011
sunday chronica
Juli 19, 2011
Sri Lanka. Natur und andere Wunder.
April 17, 2011
Träume leben. Sie beleben. Sie verleben…
April 5, 2011
Immer diese Träume, von denen alle sprechen. Als ob man nur ein ganzer Mensch, ein ganz anständiger Mensch, ein ständig ganzer Mensch wäre, wenn man ihn hat: Einen Traum, für den es sich zu kämpfen lohnt.
Kämpfen! Wer will denn heute überhaupt noch kämpfen? Wer kann denn heute überhaupt noch kämpfen? Fürchten wir nicht allzu sehr das Risiko und das eine große Ziel, dieses Tunnelblick-Ziel, dessen Erreichen, trotz aller Wunden und Verluste, stets vor unseren Augen bliebe? Meist locken uns doch die Wege der geringsten Widerstände weg von den großen Schlachten. Und so haben wir ja nicht einmal gelernt, was Scheitern heißt. Das erschwert die ganze Kämpferei.
Nun gut, gesetzt den Fall, wir trauten uns zu kämpfen. Dann also bitte für eine große Sache. Für eine wichtige Sache, die das Leben leichter, schöner, friedlicher, gerechter, eben besser machte. Auf der Suche dann nach einer hübschen Moral oder einem lieblichen Ideal, das wir irgendwann glaubten gefunden zu haben, aber wären wir doch allzu leicht verführbar. Schnell würden wir zu Fremdgängern unsere Ideale. Zumindest aber würden wir schnell kampfesmüde. Zu viele Steine, zu viele Widersacher, womöglich zu viele Mitkämpfer, die das eigene Engagement so vermeintlich zu relativieren vermögen. Das erschwert die Kämpferei für die große Sache.
Also könnten wir uns bescheidene Träume suchen, denn Bescheidenheit möchten wir uns doch so gerne zuschreiben. Also Träume ohne Furore, ohne das Weltverbesserungsideal, ohne langwierige Kämpfe und große Steine. Schnell würden wir merken, dass bescheidenen Träumen Glanz und Magie fehlen und wir nicht einmal gelernt hatten, was Bescheidenheit bedeutet. Nie mussten wir uns nie in ihr üben. Das erschwert selbst die bescheidene Träumerei.
Die traurige aber logisch Folge: Wir fürchten wir uns vor der ehrlichen Antwort auf die Frage nach unseren Träumen. Mehr noch: Wir fürchten uns allzu sehr vor unseren Träumen selbst. Was, wenn sie wahr würden und dieses Gefühl gar nicht einsetzte: Dieses „mein-Traum-ist-wahr-geworden“-Glücksgefühl; dieses alles übertreffende, unvergleichbare und unser Leben erfüllendes Gefühl. So besteht immer das unvermeidliche Risiko im Besitz eines Traums zu sein, dessen Erfüllung eine uns unbekannte und vielleicht ungewollte Emotion brächte, vielleicht nur die Suche nach einem nächsten Traum, vielleicht nur eine augenblickliche Befriedigung, vielleicht die traurige Melancholie des Endlichen, vielleicht sogar die Frage nach den Opfern, die der Traum auf dem Weg zu seiner Erfüllung brachte: Vielleicht wollten wir einen Regenbogen sehen, doch litten unter dem Regen. Vielleicht flehten wir nach Authentizität, doch konnten die Wahrheit nicht ertragen. Vielleicht sehnten wir uns nach Freiheit, doch fürchteten wir die Verantwortung. Vielleicht suchten wir nach bedingungsloser Liebe, doch waren wir nicht in der Lage sie zu halten. Vielleicht wollten wir träumen, doch verloren wir die Sterne.
Ja, weit weniger.
Februar 10, 2011
Womöglich habe ich inzwischen das Gefühl für die kleinen Momente verloren. Ein bisschen betäubt laufe ich durch die Welt. Von hier nach dort und wieder zurück. Ja, in der Regel immer wieder zurück. So stelle ich mir das bei Lola vor. Sie läuft durch die Welt und nimmt alles wahr und doch passiert nicht viel in ihrem Kopf. Wohl mehr als der Mensch annimmt, aber weit weniger, als… ja, weit weniger.
Nun denn, gestern saß ich mal wieder im Zug. Ich glaube je mehr Zug man fährt, desto mehr beginnt man die Bahn zu lieben, zu tolerieren und ihr so Allerlei zu verzeihen.
Gestern also sitzt da ein Rentnerpärchen auf zwei Vierern verteilt. Zwischen ihnen ihre ca. fünf jährige Enkeltochter, die einen Film auf einem kleinen Laptop schaut. Plötzlich springt die Kleine auf und setzt sich neben ihren Opa, zieht ihm seine Lektüre aus der Hand und beginnt ihren Opa zu fragen, was da zu sehen sei. „Lauter nackte Weiber“, antwortet er und als ich den entfernten Blick in das Heftchen werfe, sehe ich sie auch, die nackten Weiber. Der Playboy ist daneben Kinderlektüre. In dem Heftchen des Rentners geben sich viele Frauen ihren vielen „Leidenschaften“ hin und die Kleine blättert munter Seite für Seite durch. Gerade denke ich, dass sie wahrscheinlich gar nicht versteht, was sie da sieht, da kommt der Schaffner den Gang entlang. In diesem Moment passiert etwas Unerwartetes: Das Mädchen dreht das Heft um, um es vor den neugierigen Blicken des Schaffners zu schützen oder seinen Opa vor der Scham, die er selber nicht empfindet. Inzwischen hatte nämlich das halbe Abteil mitbekommen, dass die nackten Weiber alle FKK machen und großen Spaß dabei haben.





























