Strafe muss sein. Ich lerne Frauen kennen.
Februar 27, 2008
Das habe ich nun davon: Ich habe mich nie mit Frauenpolitik, Feminismus oder Emanzipation auseinandergesetzt. Ehrlich gesagt, hielt ich das allen auch immer für übertrieben:
Ich finde es komisch in einer Diskussion als erste drangenommen zu werden und in den Vorstand gewählt zu werden, nur weil ich eine Frau bin. Ich finde es komisch Aushänge in der Uni zu sehen: „Mikroökonomie-Tutoren gesucht. Frauen werden bevorzugt.“
Aber ich habe mich angepasst: Ich gendere alles, was es zu gendern gibt. Manchmal sogar Verben. Da kommt dann so was wie „Meine Freundinnen gehninnen jetzt in die Mensa“ heraus. So weit ist es schon mit mir gekommen.
Dennoch: Männer aus meinem Umfeld kämpfen mehr für Gleichstellung als ich und wissen besser Bescheid über die Geschichte des Feminismus und worin sich Gleichstellung und Gleichberechtigung unterscheiden.
Jetzt bekomme ich die Quittung: Bei meinem Praktikum bei Anne W. sprechen wir über prominente Frauen, die zum Thema „Frauenbild in der Gesellschaft“ sprechen können. Mir fallen drei ein: Alice Schwarzer, Ursula von der Leyen und Eva Hermann. Immerhin weiß ich, dass Schwarzer und Hermann Gegensätze abbilden.
Aber die drei wollen wir nicht. Abgelutscht. Positionen zu klar. Zu wenig überraschend.
Nun gut, die anderen Namen die nun fallen, google ich fleißig. Strafe muss sein.

Februar 28, 2008 um 12:19 Uhr nachmittags
…. Emanze nein ….. Gleichberechtigung ja ….
Es muss ja auch nicht immer Alice Schwarzer sein (aber auch die freut sich bei Reifenpanne, wenn Mann anhält und sich kavaliermäßig unter’s Auto legt)wie wäre es mit Veronika Verres ? Studierte
vor Schauspielkarriere Germanistik u. Theaterwissenschafen oder dann ist da auch noch
Steffi Graf/Agassi !!!
Ich liebe deinen Weblog. Ma
Februar 28, 2008 um 2:27 Uhr nachmittags
Mir gefällt dein Eintrag;
aber was war nochmal die Strafe?
Pass nur auf, in 20 Jahren wirst du eingeladen
Februar 28, 2008 um 2:32 Uhr nachmittags
P.S.:
Und ich finde, du und ich, wir machen uns schon ganz gut als emanzipierte Frauen. So hörte ich doch während des Wartens auf eine gewisse Klausureinsicht, so blöde VWLerinnen sich darüber beschweren, dass der Varian immer Konsumentinnen etc. schrieb. “Hätte er das weggelassen, dann wäre das Buch ungefähr halb so dick.”