Mehr als ein Denkmal.
April 9, 2008
Sechs Millionen ermordete Menschen - eine Zahl, deren Dimension sich niemand wirklich vorstellen kann. Doch hinter jedem dieser Toten steht eine einzigartige Geschichte, steht ein Schicksal.
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, kurz Holocaust-Mahnmal genannt, soll als Mahnmal für die unter der Herrschaft der Nationalsozialisten im Holocaust ermordeten Juden dienen. Zwischen 2003 und Frühjahr 2005 wurde das Bauwerk im Zentrum Berlins auf einer etwa 19.000 m² großen Fläche in der Nähe des Brandenburger Tores errichtet. Der Entwurf stammt von Peter Eisenman. Das Mahnmal wurde am 10. Mai 2005 feierlich eingeweiht und ist seit dem 12. Mai 2005 der Öffentlichkeit zugänglich. Im ersten Jahr kamen über 3,5 Millionen Besucher.
Das Holocaust-Denkmal ist ein Ort der Erinnerung. Erinnerung an die Tat und ehrende Erinnerung an die ermordeten Juden Europas. Der Bundestag hat dies durch seinen Beschluss bekräftigt.
Im November 1989 entsteht aus der Bürgerinitiative Perspektive Berlin e.V. der “Förderkreis zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas e.V.”. 1993 erklärte sich der Bund bereit, die Idee des Förderkreises zu übernehmen und ein Grundstück in Berlin Mitte, Nähe Brandenburger Tor, für das Denkmal zur Verfügung zu stellen.
Das Mahnmal ist nicht schön, auch wenn seine schlichte Ästehetik eine besondere Faszination verleiht. Aber ein Mahnmal muss nicht schön sein. Es muss mahnen, manchmal vielleicht sogar Angst machen. Ich empfehle jedem, der Berlin besucht, nachts dieses Denkmahl zu besichtigen. Wenn die Schulklassen weg sind, wenn der sich der Verkehr gelegt hat und die Dunkelheit die Steine 2711 unterschiedlich großen Steine einbettet. Dieses Gefühl, wenn man dann langsam zwischen den Steinen umherirrt, ist im wahrsten Sinne des Wortes „überwältigend“.





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