Links: Karl Marx, Kritiker des Kapitalismus und einflussreichster Theoretiker des Kommunismus

„Deutschland ist ein sozialer Staat“ (Grundgesetz Artikel 20, Absatz 1)

Unter „sozial“ können wir uns ja alle etwas vorstellen. Die einen mehr die anderen weniger…

Aber was bedeutet „Sozialstaat“? Ein sozialer Staat symbolisiert die Idee der sozialen Gerechtigkeit und die Verpflichtung des sozialen Ausgleichs.

Dieser Grundgedanke ist eng verknüpft mit der Sicherung des Existenzminimums, unter das niemand in Deutschland lebender Mensch „fallen“ darf.

Ein sozialer Staat ist damit Grundlage der Freiheit, denn nur ein Mensch, der einen Mindestmaß an Lebensgrundlage besitzt (genug zu essen, ein Dach über dem Kopf und eine würdige Arbeit) ist frei in seinem Handeln, nicht determiniert durch Existenzängste. Der Sozialstaat verpflichtet sich somit zur Daseinvorsorge und impliziert staatliche Förderung (Hartz lV, BAföG, Subventionen) und Koalitions- und Berufsfreiheit (u.a. die Bildung von Gewerkschaften).

Zu der Idee des sozialen Staates gehört außerdem die Sozialpflichtigkeit der Eigentums: Das erklärt Steuern und Abgaben.

All diese Faktoren sollen Chancengleichheit in Deutschland, einem sozialen Staat, sichern.

Leider wird die Idee von Gerechtigkeit und Gleichheit von vielen immer wieder zum Sozialmärchen degradiert, was nicht gerade zur Entfaltung des Sozialstaates beiträgt.

3 Antworten zu “Steine. Teil 5. Sozialstaat.”

  1. Henry Dent sagte:

    Ich glaube hier kommen keine Kommentare weil wir mit ihm - dem Sozialstaat- nichts anfangen können. Wir sind entweder enttäuscht von seiner Wirkungsweise, wissen nicht genau was er eigentlich will, glauben nicht daran das er wirklich die Dinge besser machen kann und manche sehen in ihm wohl eine mehr schlechte als rechte Art und Weise der Symptombekämpfung.

    Ich halte das Problem der “sozialen Ungleichheit” für ungenügend definiert - nicht nur Geld führt zu Ungleichheit, auch Wissensunterschiede, psychologische Abhängigkeiten, Unterschiede in der Bewusstheit der Menschen für ihre Umwelt, etc - und die gesamte Idee des Sozialismus wie wir ihn von Marx vorgekaut bekommen für einseitig und das Problem verklärend.

    Aber nichts desto trotz, auch wenn wir nichts mit ihm anfangen können und glauben das seine Taten nicht das tun, was sie verprechen, so sehen wir es doch als positiv an, dass er existiert, zumindest in so fern das der Wohlfahrtsgedanke vorhanden ist und wir uns wenigstens ein bisschen um die finanziell armen Leute kümmern.

  2. Schlotty sagte:

    Ich sehe den Sozialstaat in Deutschland sehr wohl, vor allem im Vergleich zu anderen Staaten. Sozialstaat zu sein ist ein Zeichen von Reichtum, oder!?
    Allerdings frage ich mich, ob eine “würdige Arbeit” tatsächlich zum Mindestmaß an Lebensgrundlage gehört, von der du schreibst, dass sie zur Freiheit gehört. Denn das tut der Sozialstaat ja nicht: Vollbeschäftigung versprechen. Vielmehr versucht er denen, die keine Arbeit (von der würdigen mal ganz abgesehen) haben, dennoch Geld zur Verfügung zu stellen, damit sie sich ein Leben leisten können…

  3. Henry Dent sagte:

    Stimme dir vollkommen zu. Sagte ja, dass er existiert und nicht nutzlos ist. :)
    Er sichert zweifelslos den ärmsten das Überleben und somit ist er unverzichtbar.
    Aber mehr als Geld umverteilen kann man eben indem man Geld umverteilt nicht. Das meinte ich damit.
    Das ist dann “ein Geld umverteilender Staat”. :)
    Aber wenn ich sage ein Sozialstaat bemüht sich um die Aufrechterhaltung und Durchsetzung sozialer Gerechtigkeit, dann fahren wir den falschen Film.

    Jaja ich denke jeder würde dazu jetzt gerne sagen, dass eben das getan werden kann was in der Praxis möglich ist und das mehr eben nicht getan werden kann.

    Dazu sagen wir einfach mal: schauen wir mal was wir (noch) fertig bringen werden. :)

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