Zitat der Woche.

Mai 30, 2008

„Ganz weit draußen, am Ende des Regenbogens, werde ich auf dich warten und wenn du kommst, werde ich sitzen bleiben mit verschränkten Armen über den Knien, damit du nicht zu früh erfährst mit welcher Sehnsucht ich dich erwartet habe.“

Norbert Esser

1. „Wenn Gott gewollt hätte, dass alle Menschen gleich wären, dann würden wir heute alle Beinschienen tragen.“ Und „Er heißt wie ich.“ – „Es ist der Name seines Daddys.“ – „Er hat einen Daddy der auch F. heißt?“ – „Du bist sein Daddy.“

2. „Opa, findest du mich hübsch?“ „Aber natürlich, du bist das hübscheste Mädchen auf der ganzen Welt.“ „Ach, das sagst du doch nur so.“ „Nein, gar nicht. Ich bin wie verrückt verliebt in dich und das nicht wegen deinem Charakter oder weil du Köpfchen hast. Du bist hübsch, innen wie außen.“

3. „Wir haben zusammen getanzt, und ich weiß dass ich ihn liebe weil… weil ich das weiß, es ist hier, hier drin, hier…Und Sie, Sie wissen gar nichts vom Leben, gar nichts wissen Sie, weil..weil ich einen Freund habe und Sie nicht.. Sie..Sie alte Kuh! Wir haben getanzt und wir haben Fahrscheine gekauft und ein Eis gegessen und eine Blume geschossen, wir haben in einem Bett geschlafen und wir haben den Mond gesehn und ich hab sein Herz gehört“

Und: „Hörst du Stimmen?“- „Ja!“- „Du hörst Stimmen?“- „Ja“- „Was sagen sie?“- „Was sagen sie!“

4. „Er hat nicht den geringsten Begriff von Geld? Ha! Wie scheiß-romantisch!“

5. „Was ist eigentlich passiert, in den acht Monaten die ich verschlafen hab? Ihr seid erwachsen geworden, glaub ich…“

6. „Habe ich dich jemals belogen, Amir?“

7. „Das Schweigen ist der lauteste Schrei.“ Und: „Nichts ist notwendiger als das Überflüssige.“

8. „Aber die Hände, die den Turm Babel erbauten, wussten nichts von dem Traum, den das Hirn, das ihn erdachte hatte, träumte.“

9. „Liebe ist Leidenschaft, Hingabe, jemand ohne den man nicht leben kann. Such’ dir jemand nachdem du verrückt bist und der dich ebenso liebt wie du ihn. Wie man so jemanden findet? Vergiss den Verstand und hör nur auf dein Herz.“ Und „Sag mir, dass du mich liebst, sag mir, dass du mich jetzt liebst.“ „Ich liebe dich jetzt, jetzt und in alle Ewigkeit…“

10. „Warum können wir dann kein Paar sein?“ „Weil ich mir selbst nicht traue.“

11. „Geben sie doch endlich zu, dass sie mit ihrem Bruder zusammen die Flugblätter hergestellt und verteilt haben!“ „Ja und ich bin stolz darauf!“ Und:„Was wir gesagt und geschrieben haben, denken ja so viele, nur wagen sie nicht, es auszusprechen.“

12. „Es gibt mehr Synapsen im menschlichen Gehirn als Atome im Universum.“

Mai 29, 2008

Günther Jauch, der unangefochtene Spitzenreiter der prominenten Werbeträger, lächelt inzwischen mit Brille und das vierte Mal, auf den Krombacher-Kasten gelehnt, in die Kamera und wirbt mit dem Kauf des Hopfen-Getränks und die damit verbundene Rettung des Regenswalds der Zentral Afrikanischen Republik: Für jeden verkauften Kasten, rettet Krombacher 1 m² Regenwald.

2002 lief die erste Kampagne. Die Krombacher-Brauerei hatte in diesem Jahr eine Umsatzsteigerung von 8,1%, 48 Millionen Kästen wurden verkauft und Warsteiner wurde inzwischen die Marktführerschaft abgerungen. Der Gewinn aus den Aktionen ist weitaus größer als der Spendenbetrag. Was auch kein Wunder ist: Bei 15 Millionen Kästen und einer Million Euro hat die Brauerei während der Aktion 2002 6,7 Cent pro Kasten gespendet. Die Bilanz bei den nachfolgenden Aktionszeiträumen ist ähnlich.

Trotz dieser ernüchternden Zahlen könnte eingewendet werden, dass es gut ist, dass letzten Endes etwas getan wird und Aufmerksamkeit und Bewusstsein für das Thema geschaffen werden:

· Von den einst schätzungsweise 1,6 Milliarden Hektar Regenwald sind heute nur noch knapp 1 Milliarde Hektar vorhanden.

· Während der letzten 50 Jahre wurden insgesamt mehr als die Hälfte aller tropischen Wälder auf unserer Erde zerstört.

· Wir verlieren durchschnittlich 30 Hektar (= ca. 30 Fußballfelder) pro Minute, rund 43.200 Hektar pro Tag, das entspricht einer Flache von 150.000 km² Jahr für Jahr.

· Wenn die Zerstörung so weitergeführt wird, werden bereits 2020, 80 – 90 Prozent des verbliebenen Regenwaldes abgeholzt sein.

Jeder noch so kleine Beitrag zur Erhaltung der „Apotheke der Erde“ ist lobenswert und wichtig. Doch eine Kampagne wie diese kann gefährlich werden, wenn den Kunden mit dem Kauf eines Kastens Krombacher vermittelt wird, einen angemessenen Anteil zur Erhaltung beigetragen zu haben. Die Relationen stehen in keinem Verhältnis: Laut Krombacher lag am 4. April 2008 die geschützte Fläche bei 7.467.906 m²: Das bedeutet ca. 7,5 km², also nicht einmal 3 x 3 km. Wie viel km² hätten sich wohl retten lassen, wenn der Etat für den Werbeträger (übrigens der glaubwürdigste Deutsche) Günther Jauch direkt in die Erhaltung investiert worden wären, von den enormen Ausgaben für die Spots und Werbeanzeigen einmal abgesehen?

Vor diesem Hintergrund muss Krombacher bei der Regenwald-Aktion eher eine rein profitorientierte Marketingaktion als ehrliches ökologisches Engagement unterstellt werden.

Die hintergründige Frage nach dem Altruismus in der Wirtschaft würde jetzt vielleicht zu weit führen und ein Blick ins Lexikon scheint eine Debatte darüber im Keim zu ersticken, wenn das erste Unternehmensziel die Gewinnmaximierung ist.

Dennoch sollte von jedem Unternehmen, das mit sozialer und/oder ökologischer Verantwortung wirbt, ein Mindestmaß an Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit erwartet werden.

*wollen

Spandau. Gleis 6. Ein junger Mann wartet ungeduldig auf dem Bahnsteig. Er hat Blumen in der Hand, in einer braunen Tüte verpackt, und kaut nervös Kaugummi. Dann entdeckt er die Erwartete. Er strahlt. Sie Sonne inzwischen auch. Wir fahren weiter.

Wie eine 6-jährige im Mickey-Express im Disney-Land rutsche ich nervös auf meinem Sitz hin und her. Links Rechts. Wieder Links. Ja nichts verpassen… wieder rechts. Zwei Männer stehen im Bademantel auf dem Balkon des NH-Hotels und beobachten Basketballspieler.

Ich beginne wieder Berlin auszuziehen. Jedes Graffiti, jedes Tattoo, jeden Gesichtsausdruck, jede Narbe.

„Sie mögen Berlin, nicht wahr?“, fragt mich die ältere freundliche Dame gegenüber. Sie hat seit Spandau nicht mehr nach draußen geschaut. Ihr schien es weitaus mehr zu gefallen mich zu beobachten. Ihre Frage bedarf keiner Antwort. Das weiß sie. Das weiß ich. Ich antworte nicht. Sie lächelt gütig.

Ich hasse es im Gang rumzustehen bevor der Zug im Bahnhof einfährt und jetzt stehe ich da: Im Gang und kann es kaum erwarten Berlin einzuatmen, zu riechen.

Es gibt immer noch die vielen Touristen am Hauptbahnhof und immer noch die Berliner, die sie freundlich ignorieren; genau so wie die Berliner Fahrradfahrer es mit der Verkehrsordnung tun.

Ich verlasse das Bahnhofsgebäude und die Sonne scheint. Sie tut mehr als das: Sie scheint als wolle sie sich entschuldigen für ihren seltenen Anblick während meiner Zeit hier. Sie scheint als wolle sie sich bedanken, dafür, dass ich mich in Berlin verliebte, obwohl sie es selten in gutem Licht hat stehen lassen. Und jetzt habe ich Berlin in all seiner Schönheit verdient. Ich war geduldig und genügsam geblieben und wurde dafür nun 1000fach entschädigt.

„Wow, ist das schön!“, sage ich laut. Die Menschen um mich herum lächeln mich mit der trügerischen Gewissheit an mich das erste Mal in Berlin zu sehen.

Ich bin zurück in Berlin. Nein… Berlin ist zurück in mir.

Zitat der Woche.

Mai 23, 2008

„Ich möchte ewig leben… Und sei es nur, um zu sehen, dass die Menschen in hundert Jahren dieselben Fehler machen wie ich.“

Churchill

…sollte es wert sein, ein bisschen daraus zu zitieren:

2,18 Ihr Haussklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den guten und milden, sondern auch den verkehrten.

[…]

2,21 Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt; 2,22 der keine Sünde getan hat, noch ist Trug in seinem Mund gefunden worden, 2,23 der, geschmäht, nicht wieder schmähte, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet; 2,24 der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid. 2,25 Denn ihr gingt in der Irre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen.

3,1 Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter…

[…]

3,5 Denn so schmückten sich auch einst die heiligen Frauen, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten: 3,6 wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden seid, indem ihr Gutes tut und keinerlei Schrecken fürchtet. (1.Brief des Petrus)

„Die Frauen seien untertan ihren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus ist das Haupt der Gemeinde, die er als seinen Leib erlöst hat. Aber wie nun die Gemeinde ist Christus untertan, so seien es auch die Frauen ihren Männern in allen Dingen.“ (Brief des Paulus an die Epheser 5/22-24).

„Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung.“ (der erste Brief des Paulus an Timotheus 2, 11)

„Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie sich über den Mann erhebe, sondern sie sei stille.“

Da bleibt mir nur noch eines zu sagen: Halleluja

Mai 23, 2008

Sie sitzen nebeneinander und sie sehen ein, dass sie nicht zueinander passen. Sie haben ihr Problem erkannt und die Diagnose war erstaunlich simpel: „Sie verstehen sich nicht.“ Und zwar im wörtlichen Sinne des Verstehens. Sie weiß, dass er sie nicht versteht und er weiß, dass sie ihn nicht versteht. Das ist auch gar nicht so ungewöhnlich: Es gibt nicht viele Menschen, die sich wirklich verstehen. Das Missverständnis beruht nicht auf dem üblichen Unverständnis zwischen Männern und Frauen, nein sie verstehen sich als „Menschen“ nicht.

Sie wissen nicht wie es weitergehen wird. Sie wissen nur es muss sich ändern. Doch sie sind schwach und „zu träge um aufzugeben.“ Angst, die Konsequenz aus der fehlenden Verbundenheit zu ziehen. Eine Verbundenheit, die Stolz, Recht und Vergangenheit nicht kennt, wenn es darum geht, Glück zu schenken.

hier die Synonyme: widersinnig unsinnig absurd unlogisch einander ausschließend abstrus widersprüchlich

Beispiele:

Ein schwarzer Pfarrer ist der beste Wahlkampfhelfer für die weiße Präsidentschaftskandidatin.

Menschen verdursten. In der gleiche Minute kippen wir in Europa Milch weg.

Der größter CO²-Produzent der Welt unterschreibt nicht das Kyoto-Protokoll.

Dieselben, die Afghanistan zuerst finanziell unterstützt haben, erklärten ihnen später den Krieg.

Der Biosprit, der eigentlich der Welt helfen sollte, könnte ihrer Bevölkerung noch mehr schaden.

In Bologna habe ich keinen Studierenden getroffen, der mit dem Wort Bachelor etwas anfangen konnte.

Ein Zootier wird zum Symbol für den Klimawandel.

In Somalia (mit einer Küste von3025 km) verhungern hunderttausende Menschen. Die Somalier weigern sich aber aus kulturellen Gründen Fisch (von dem sie im Überfluss haben) zu essen.

Der menschliche Körper reagiert auf Zucker mit Glückshormonen.