Der erster Tag des Schönsten aller Monate.
Mai 1, 2008
Heute ist Feiertag und das nicht nur in Deutschland, auch in anderen europäischen Ländern wird der 1. Mai gefeiert: In Österreich, Belgien, der Schweiz, der Tschechische Republik, Dänemark, Spanien, Frankreich, Finnland, Griechenland, Ungarn, Kroatien, Italien, Luxemburg, Norwegen Holland, Portugal, Polen, Russland, Schweden, Slowakei und Slowenien. Was fällt auf? Vielmehr, fällt nicht auf, weil wir jene Extravaganz ja inzwischen gewöhnt sind: Die Briten arbeiten heute.
Die Briten sind ja sowieso eher die „Antis“ in Europa und in der EU. Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt etwas gibt, das die Britten anstandslos mitmachen.
Ich denke da an unseren inzwischen erstärkten und allmählich akzeptierten Euro, der uns das Reisen erleichtert, das Rechnen erspart und das europäische Gemeinschaftsgefühl stärkt. Die Briten wollten nicht Teil der Währungsunion sein. Folglich müssen wir uns doch wieder mit Wechselkursen und Umtauschbuden rumplagen um dann festzustellen, dass man das in der britischen Hauptstadt eh besser bleiben lässt, weil der Urlaub sonst schnell einen bitteren finanziellen Beigeschmack erhält (1 Pfund = ca. 1,3€).
Machen wir weiter mit den Längenmaßen. Im Louvre in Paris liegt der so genannte Urmeter und der ist doch recht anerkannt von den Europäern. Nein, aber nicht von den Briten. Die nutzen lieber Füße zum Zählen. Eine beknackte Idee. Ein Fuß (engl. foot, Pl. feet), 1 ft = 12 in = 0,3048 m. Die globale Einführung des Fuß ist eigentlich ein Verstoß gegen das Internationale Einheitensystem, abgekürzt SI (von frz.: Système international d’unités).
Von den Längenmaßen zu den Gewichtsmaßen. In Großbritannien wiegt man nämlich nicht Kilos, sondern Pounds. Bei 60 kilo also 132.28 Pounds.
So, und weiter zum Autofahren: Die Briten wollen natürlich auch da nicht opportunistische sein: Deswegen fahren sie links. Die Automobilhersteller werden sich über diese Gewohnheit wohl am meisten ärgern: Schließlich müssen sie dann zwei Fließbänder laufen lassen.
Und dann hätten wie noch die Zeit: In London ist es jetzt eine Stunde früher. Ich glaube daran haben die Briten keine Schuld.
Die Briten müssen wegen ihrer krampfhaften „Wir-aber-nicht-Haltung“ heute arbeiten gehen. Wenigstens eine Nation, die den Tag der Arbeit beim Namen nimmt.
Dieser Kommentar soll die EngländerInnen nicht diskriminieren. Die meisten können ja nichts dafür.

Mai 5, 2008 um 9:36
Also ich bin mal in England in Steinen und Kieseln verwogen worden. Ich weiß allerdings nicht mehr wieviel ein Kiesel wog. Aber ein Stein oder Stone entspricht 14 Pound oder 6,35 kg.
Damals waren das bei mir 13 Steine und eine gute Handvoll Kiesel…