Gemischte Gefühle.
Juni 29, 2008
Ich wünsch’ dir,…
Juni 29, 2008
Über das Lernen und das Motvieren…
Juni 28, 2008
Kreisläufe können ein Dilemma sein, vor allem, wenn man nicht aussteigen kann, was besonders dann der Fall ist, wenn es nur zwei Komponenten gibt. Da ist schon allein die statistische Wahrscheinlichkeit etwas ändern zu können, recht gering.
Mein Karussell scheint keine Notbremse zu haben, es lässt sich auch nicht erweitern, ändert die Drehrichtung nie, nimmt niemanden mit außer mir und wird schneller und schneller. Zwei Pferde (die Hauptfiguren), die sich in die Schwänze beißen und inzwischen weiß keines mehr welches damit anfing. Das eine Pferd heißt „Moty“. Das andere „Lerny“. (Diese Kosenamen haben sich Motivation und Lernen selbst gegeben nach all’ der Schwanzbeißerei wollten sie sich damit näher kommen).
Inzwischen kann ich sie kaum noch unterscheiden, ich weiß nie auf welchem ich gerade sitze. Zwischen der 536. und 537. Drehung lese ich einen Text über Selbstdisziplin. Jawohl, der wird mir helfen. Er wird mir die Kraft geben, das Karussell unter Kontrolle zu bekommen. Den Ritt zu nutzen, zu genießen. Ich lese schneller und schneller. Und am Ende die Ernüchterung: Man solle einfach das Karussell wechseln. Dann wird alles gut. Super, vielen Dank auch. Leider nicht möglich. Es sei denn, ich entscheide mich im 8. Semester mein Studienfach zu wechseln. Toller Vorschlag.
All’ das dreht sich doch nur um die Frage:
Muss ich mich motivieren zu lernen oder lernen mich zu motivieren? Welches Pferd sollte ich erhöhte Aufmerksamkeit schenken oder anders: Wessen Schwanz sollte ich gewaltsam aus dem Maul des anderen reißen?
Er trägt einen Strohhut…
Juni 27, 2008
Gestern hatte ich ihn bereits gesehen. Er fällt auf, weil er anders ist als die üblichen Flyer- und Broschüren-Verteilerinnen und Verteiler.
Er trägt einen Strohhut, ist ca. 60 Jahre alt und seine „Flyer“ liegen sorgfältig gestapelt in einem Bastkorb. Freundlich, fast schüchtern verteilt er DinA4-Bätter, schwarz/weiß beidseitig bedruckt.
Die Studierenden und Passanten, die üblicherweise allergisch auf den Flyer-Wahnsinn an der Uni reagieren, lassen sich fast ausnahmslos seine Mitteilung geben. Er lächelt zurückhaltend und wirkt wie ein „Fremdkörper“ im System.
Wahrscheinlich genau deshalb und wegen seines Papiers, das so wenig werbewirksam aufbereitet ist wie ein Reclam-Heft (wobei das wenigstens Farbe hat), sind die Menschen gutmütig. Das psychologische und soziale Phänomen der „Sozialen Erwünschtheit“ scheint ursächlich zu sein: Wer verweigert einem 60-jährigen sympathischen Mann mit Strohhut und Bastkorb schon gerne die Entgegennahme eines Papiers (zumal das ja zunächst recht unverbindlich ist).
Heute sehe ich ihn wieder. Auch ich nehme den Flyer entgegen und lese beim Essen.
„Notizen eines Gasthörers“ steht ganz oben. Der Text ist gegliedert in „Prolog, Dialog und Epilog“ und befasst sich im Wesentlichen mit vorherrschenden Missständen an der Universität. Einige Punkte sich bekannt, andere neu für mich, aber alle sind nachvollziehbar und mit juristischen Nachweisen erläutert.
Ich frage mich, warum ein Gasthörer so viel Energie in die Kundgabe dessen legt, was für ihn doch nur lächelnd beobachtet werden könnte…
Warum sind nicht wir es, die vor der Uni stehen und versuchen die KommilitonInnen aufzuklären? Haben wir schon aufgegeben? Sind wir zu faul? Die anderen können es ja machen?
Was denkt der Verfasser wohl darüber, dass die Studierenden zwar brav seinen Flyer nehmen, essen gehen und weiter machen wie vorher?
Nach dem Essen spreche ich ihn an…
Fiebrige Medien und so…
Juni 24, 2008
Ja, auch ich schaue Fußball. Und ich liebe es. Ich fand gestern doof und ich finde heute doof, weil es kein Fußball gibt. Ich glaube bisher erst ein Spiel verpasst zu haben und war bereit zu akzeptieren, dass Spanien es mehr als Italien verdiente, was zeigen sollte, dass es mir wirklich um das Spiel geht.
Doch inzwischen werden Grenzen überschritten, die ich allzu gerne wieder aufbauen würde: Seit zwei Wochen scheinen die Medien nämlich nicht im allgemeinen EM-Fieber, mit leicht erhöhter Temperatur, zu stecken, sondern von regelmäßigen gefährlichen Fieberattacken befallen zu werden. Auswirkungen: Die wichtigsten und ersten Meldungen (besonders bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, denn diese übertragen ja schließlich) drehen sich fast ausschließlich um die EM. Besonders beliebt dabei „Was passiert gerade im deutschen Lager?“ Dabei muss ich unweigerlich immer an Kriegsberichterstattung denken. Die Taktik der Deutschen für das nächste Spiel wird fast wissenschaftlich analysiert. Die treusten Soldaten und der Feldherr äußern sich regelmäßig zu den Vorkommnissen aus dem Lager und das Volk befragt und drückt den Jungs die Daumen. Mögen sie siegreich nach Deutschland wiederkehren.
Okay, genug von diesem zugegebenermaßen seltsamen und übertriebenen Bild, was nur auf schleierhaften Anmutungen und keinesfalls auf rationalen Überlegungen basiert.
Dennoch frage ich mich immer wieder: „Passiert denn sonst nichts auf der Welt?“ „Keine Anschläge? Keine Naturkatastrophen? Keine Kriege?“ Tibet fackeltet im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal kurz auf, doch die Stichflamme hielt nicht lange.
Allmählich scheinen die Fieberattacken allerdings nachzulassen und das Berichten über ein Spiel, das nur innerhalb dessen Grenzen von Wert ist, scheint wieder etwas „abzukühlen“. Weiter so!
Tief- und Hochzeiten in Kalifornien.
Juni 21, 2008

Ja, sie wollen. Aber sie durften nicht. Und als sie konnten, hätten sie eigentlich auch nicht gedurft. Auf die Hochzeit, folgte die Tiefzeit und nun kündigen sich doch wieder Hochzeiten an.
Doch auch die scheinen wieder gefährdet, denn am 4. November dürfen die EinwohnerInnen Kaliforniens bereit zum 2. Mal nach 2000 (die Mehrheit stimmte damals gegen die Homo-Ehe) über die Homo-Ehe abstimmen. Am selben Tag wird auch der neue Präsident gewählt. Inhaltlich werden die Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe aber mit keinem der Kandidaten Probleme haben: Obama und McCain lehnen die Homo-Ehe ab, genauso wie der kalifornische Gouverneur Schwarzenegger.
Wenigstens die Kalifornier selbst scheinen liberaler zu werden: Neue Umfragen ergaben, dass 52% die gleichgeschlechtliche Ehe befürworten, 40% lehnen sie weiterhin ab.
In Zeiten, in denen jede 3. Ehe geschieden wird und es noch immer Zwangsheirat gibt, sollte man sich einfach darüber freuen, wenn zwei Menschen sich lieben und allen Hindernissen zum trotz ihre Partnerschaft durch die Eheschließung vollenden wollen.
Zitat und Aufgabe der Woche.
Juni 20, 2008
Ich habe lange darauf gewartet: Mein PC wird schlau.
Juni 19, 2008
Zeitungen werden längst nicht mehr (nur) geschrieben und gedruckt, um aufzudecken oder zu informieren. Auch dienen sie nicht der Manipulation. Zumindest nicht der inhaltlichen oder politischen. Das kann ein Nebeneffekt sein. Im Fokus der Medienunternehmen aber stehen die Werbebotschaften, die mit Artikeln umrandet, gar geschmückt werden. Sie machen Geld. Nicht die Artikel oder die Verkaufszahlen (nur indirekt).
Das gleiche gilt selbstverständlich für Zeitschriften (sogar im Besonderen), den privaten Rundfunk und eben das Internet. Doch all das ist längst bekannt und sollte nur auf meinen überaus schlauen PC aufmerksam machen, der soeben ein Feingefühl bewiesen hat, das wahrscheinlich noch immer vielen Kunden/Lesern/Usern fehlt.
Seht selbst:
(klicken auf die Bilder, vergrößert sie)
Dennoch ist es vielleicht nicht sofort klar, was genau zu sehen ist. Links: Mein PC war schlau und hat das Wesentliche erkannt. Rechts: Mein PC war brav und hat so getan als würde der Inhalt der Mail tatsächlich im Mittelpunkt stehen.











