Müssen.

Ich versinke im Meer

Der Unverbindlichkeiten.

Dinge erledigen

Ohne sich besser zu fühlen.

Eigentlich will ich

Die Zeit anhalten.

Aber wer eigentlich sagt

Lügt.

Nichts wird sein

Wie es war.

Ob das gut ist

Weiß ich nicht.

Das würde ja bedeuten einen Gedanken ausdenken zu müssen.

Eigentlich genieße ich, es nicht tun zu müssen.

Aber wer eigentlich…

„Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.“


Joseph Conrad

Doch scheitert mein Schreiben an eigener Blindheit. In Hoffnung, dass es besser wird: Alina.

„Vielleicht.“

„Okay, wo?“

(Foto: Welt.de)

„It seemed the world was divided into good and bad people. The good ones slept better while the bad ones seemed to enjoy the waking hours much more.“

„If only God would give me some clear sign! Like making a large deposit in my name at a Swiss bank.“

„In my house I’m the boss, my wife is just the decision maker.“

„Most of the time I don’t have much fun. The rest of the time I don’t have any fun at all.“

I’m in love with her.

Juli 18, 2008

Pre-Retrospektive

Juli 16, 2008

(Foto: Quelle: http://auguststrasse-berlin-mitte.de)

Wenn wir die Generation unserer Eltern fragen, welche gesellschaftlichen und/oder politischen und/oder kulturellen Ereignisse ihre Jugend prägten, dann schießt es förmlich aus ihnen hinaus:

Beatles, Pille, Emanzipation, Mondlandung, Prager Frühling, RAF, 68er, Mini-Rock, Oswald Kolle, Woodstock, Vietnam, Willy Brandt, VW Käfer, 1. Pizza – 1. Pommes-Frittes, Herman Hesse und Berthold Brecht, Kuba-Krise, Kennedy-Ermordung, Bravo, Gandhi, Che Guevara, Fernsehen.

Die Reihenfolge habe ich unverändert gelassen. (Assoziationen sind ein kaum zu durchleuchtendes Mysterium).

Jetzt frage ich mich, was meine Generation antworten wird, wenn unsere Kinde uns fragen: „Was hat eure Jugend maßgeblich beeinflusst?“ Welche Ereignisse, Persönlichkeiten oder Trends werden uns einfallen:

11. September, Wiedervereinigung, Jahrtausendwende, Klimawandel/Energiekrise, WM 2006, Terrorismus, EU, Handy, Helmut Kohl, Boygroups, Dieter Bohlen, Internet, A-Team, Die Ärtze/Die Toten Hosen, das Ende der amerikanischen Vorherrschaft?

Welche Künstler, welche herausragenden Persönlichkeiten werden mit meiner Generation verknüpft?

Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass Retrospektive nicht umsonst das Wort „Retro“ beinhaltet und damit eine heutige Reflexion über den prägenden Zeitgeist nahezu unmöglich macht, dennoch muss es doch möglich sein, schon heute ein Gefühl für den aktuellen Zeitgeist zu bekommen.

Ich werde mir diesen Blog-Eintrag in 20 Jahren noch einmal anschauen und dann einen ausführlichen Kommentar dazu schreiben.

Solltet ihr noch Ideen haben, bitte fleißig kommentieren, so wird es in 20 Jahren um ein Vielfaches spannender und/oder lustiger.

Was läuft da schief, wenn 2.800 Polizisten an einem Samstagnachmittag in Bonn Lengsdorf Felder bewachen, ihre Hündchen ausführen, ihre dilettantisch Reitkünste „reihenweise“ zur Schau stellen, die zu Hochglanz polierten Panzer zu einer Spritztour nutzen und dabei munter ihre neusten Hifi-Geräte ausprobieren indem sie sämtlich Passanten „ins Visier“ nehmen. Das waren heute vielleicht 2749 mehr als an einem gewöhnlichen Samstagnachmittag ins Lengsdorf.

250 Nazis mussten allerdings vor genau diesen geschützt werden.

Ich möchte so gerne mangelnde Koordination unterstellen, weil ich nicht glauben will, dass bewusst versucht wurde eine angekündigte und genehmigte Kundgebung zu verhindern. Dass wir von den einen Polizisten in eine Straße geschickt werden, um im nächsten Moment eine ca. 65-vollbewaffnete (inkl. Hunde) Polizisten-Patrouille auf uns (wir waren zu diesem Zeitpunkt eine ca. 50-Mann große Splittergruppe, die wie so viele andere verwirrt durch die Lengsdorf lief, weil wir die genehmigte Route nicht gehen durften) zumarschieren zu sehen als würden sie uns förmlich überrennen wollen. Aber das wäre zu riskant, denn dabei könnte einer von uns vielleicht doch „durchkommen“. Wir sind nicht vermummt, wir haben keine Waffen, keiner hat etwas getrunken, wir unterhalten uns. Dennoch scheinen wir zum Objekt polizeilicher Begierde geworden zu sein…Wahrscheinlich viel zu diplomatisch frage ich warum wir nicht weitergehen dürfen: „Sucht euch `nen anderen Weg! Keine Diskussion!“ Aha.

Fragt mich nicht nach einer Alternative (die einigermaßen friedlich verlaufen wäre) aber lasst mich die Frage stellen, wie es dazu kommen kann, dass Nazis während ihrer Demo geschützt werden und friedliche Demonstranten wie Verbrecher beobachtet, gefilmt und behandelt werden? Das ist skurril. Menschen, die die deutschen Grundrechte nicht anerkennen, werden demokratische Grundrechte zugesprochen, und jenen, die Demokratie leben und verteidigen, werden demokratische Grundrechte verwehrt.

(Ich möchte der Vollständigkeit halber anmerken, dass es auch einige freundliche Polizisten und leider auch einige linke aggressive Demonstranten gab. Beide Gruppen waren allerdings in der Minderheit!)

Juli 12, 2008

Auch ich rufe auf!

Juli 10, 2008

Das Bonner Aktionsbündnis »Kein Fußbreit den Faschisten!« ruft für den 12. Juli auf zu einer Demonstration gegen Nazis; der Anlass:
Für den 12.07.08 hat das neonazistische »Aktionsbüro Mittelrhein« eine Demonstration unter dem Motto »Freiheit gibt es nicht geschenkt« in Bonn Duisdorf angemeldet. Die Demonstration richtet sich gegen die »Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien«, die unter anderem jugendgefährdende Texte im sogenannten Rechtsrock-Bereich indiziert. Der Verkauf rechtsextremer CDs ist eine wichtige Einnahmequelle für die rechte Szene.

Nach über 10 Jahren ist dies der erste Versuch der Nazis, wieder in Bonn zu demonstrieren…

Das sollte verhindert werden:

Treffpunkt ist am 12. Juli um 8 Uhr das DGB-Haus. Von dort aus wollen wir nach Duisdorf ziehen und uns den Nazis entgegenstellen – phantasievoll, friedlich und wirkungsvoll!
Weitere Aktionen sind am selben Tag geplant, um zu zeigen, wem die Bonner Straßen gehören: jede und jeder ist uns willkommen, egal welcher Herkunft und Hautfarbe – aber die Nazis nicht!

Quelle und weitere Infos unter: hier