Tage wie dieser…

Februar 28, 2009

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Du drehst dich um
und siehst sie wieder
Du drehst dich um und siehst in deinem Kopf die alten Bilder.
Spürst du noch immer nichts?

Du siehst das Licht irgendwo am Ende.
Der Augenblick ist jetzt und fließt wie Sand durch deine Hände.
Doch du hältst dich,
doch du hältst dich an ihm fest.

Tage wie dieser
kommen nie wieder.
Tage wie dieser
sollten nie vergessen geh’n.

Du sprichst nicht mehr
und siehst sie wieder.
Zerstückelt und zerstochen singen sie leise ihre Lieder.
Sprichst du noch immer nicht?

Sie haben gesagt, es würde Regen geben,
doch wir sitzen hier seit Stunden, trinken Wein
und sind einfach nur am Leben.
Bis unsre Welt zerbricht, es dunkel ist.

Und alles was uns bleibt
Ist ein neuer Morgen.
Du weißt,
was das heißt.

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Berlin ist eine Geliebte. Noch immer bin ich verliebt. Ich wollte Berlin erkunden, war berauscht von seiner Schönheit und Einzigartigkeit. Berlin kann überraschen und kann gefährlich sein. Berlin ist reizvoll, weil Berlin sich nicht kennen lernen lässt. Berlin ist nicht perfekt, aber Berlin ist Faszination. Wenn ich zurück komme, werde ich nervös sein. Ich vermisse Berlin, nicht weil ich mich dort wohl, sondern weil ich mich dort wie ein Kind fühle. Hilflos, neugierig und staunend.

Siena ist ein Freund. Siena kann ich blind vertrauen. Ich kenne Siena und fürchte mich nicht. In Siena fühle ich mich geborgen, erwarte keine unangenehmen Überraschungen. Siena hat sich nicht versteckt vor mir. Siena hat sich offenbart. Ich werde Siena vermissen, nicht aber leidenschaftlich, sondern freundschaftlich. Wenn ich zurück komme, werde ich nicht nervös, sondern gelassen sein.

Februar 24, 2009

Karneval in Venedig.

Februar 23, 2009

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Die Nacht von Padua war eine Nacht der Verluste, Enthüllungen und Skurrilitäten. Eine Nacht voller Tränen. Zauberfeentränen. Eine Nacht der Diebstähle, nicht nur materieller Art. Geh-, Flug- und Zauberkräfte werden gestohlen, Freundschaften vergessen und Schlaf beraubt.

Masken werden fallen gelassen ohne gesucht zu werden und Prinzipien aufgegeben ohne bereut zu werden.

Die Nacht von Padua war die Nacht der Maskerade voller Authentizität.

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The night of Padua was a night of losses, revelations and scurrilities. A night full of tears. Tears of fairies. A night of thefts, not only materially. Power to walk, to fly and to conjure was stolen, friendships were forgotten and sleep was robed.

Masks are dropped without being searched and principles are abandoned without being regret.

The night of Padua was the night of masquerade still full of authenticity.

Karneval in Verona.

Februar 22, 2009

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Siena ist Siena. Siena ist keine Stadt. Der Charakter Sienas ist stadtlos. Es gibt keinen Verkehr, keine Bettler, keine Graffitis, keine Fahrräder. Es gibt keine Diebstähle, es gibt keinen Müll, es gibt nicht einmal Satellitenschüsseln. Die Fußballfans sind die fairsten der Seria A und nur beim Spiel gegen die Florentiner ist die Stadionatmosphäre nicht „freundschaftsspielhaft“. Die Busse sind pünktlich, es gibt kein Cineplex oder Multiplex. Es gibt keinen Zara, keinen H&M und keinen Nike-Store. Beispiellos ist die Versessenheit auf das Palio und die damit einhergehende Relevanz der Stadtteile, Contraden genannt. In den Sommermonaten vergeht kaum ein Tag, an dem nicht mindestens eine Contrade die engen Straßen bevölkert und mit Gesängen, Farben und Fahnen die eigene Identität zelebriert. Auf den Straßen diskutieren alte Männer über Gott, Berlusconi, Siena und die Welt und wenn du ihnen entgegen lächelst, unterbrechen sie ihre Diskussion und lächeln im Gleichtakt zurück. Nachts ist Siena fast noch ungefährlicher als tagsüber, wo du mit diversen Touristengruppen zusammenstoßen könntest. Denn nachts ist Siena magisch: Trotz enger, teilweiser düsterer Gassen fühlst du dich fast „unecht“ sicher und die einzigen Gestalten die dir begegnen, sind ein paar minderjährige Amerikanerinnen, deren Eltern teuer für Flug, Sprachkurs und Aufenthalt bezahlt haben und die Töchtern friedlich schlafend glauben, ein italienisches Pärchen, das sich auf die gemeinsame Nacht freut und ein deutscher Tourist, der Siena bei Nacht fotografisch festhalten will und meist enttäuscht die „verblitzten“ Aufnahmen betrachtet. Wie gerne würde ich ihm raten, den Blitz auszustellen, aber zu heilig ist mir mein Monopol auf diese einzigartigen Bilder. Das Herz Sienas, von dem alle Nerven, Arterien und Energie ausgeht, ist der Piazza del Campo. Er ist der einzige Ort in der Innenstadt Sienas, der dich vor Kurzsichtigkeit und Erbleichen bewahrt, da die engen Gassen und hohen Häuser vor Sonne schützen. Die Touristen auf dem Piazza wandern mit der Sonne im Winter und mit dem Schatten des Torre im Sommer. Ein herrliches Schauspiel, das fast unbemerkt von statten geht, da du nur selten eine Person die Position verändern siehst.

Siena ist Siena. Zweiter Teil folgt in Kürze.

Lied zum Thema.

Februar 19, 2009

Ging es nach mir, sollten wir
wieder öfter in den Himmel schauen.“

Regen.Bogen. Rain.Bow.

Februar 16, 2009

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Wir wollen Regenbogen sehen, doch beschweren wir uns über den Regen.

Wir wollen Briefe bekommen, doch schreiben wir keine.

Wir fürchten uns zu Scheitern, doch ergötzen wir uns an Fehlern anderer.

Wir betteln nach Authentizität, doch ersticken wir an eigenen Oberflächlichkeiten.

Wir beklagen uns, doch sind wir zu feige Verantwortung zu übernehmen.

Wir sehnen uns nach Freiheit, doch fürchten wir die Konsequenzen.

Wir wollen träumen, doch sehen wir die Sterne nicht mehr.

Wir suchen nach bedingungsloser Liebe, doch sind wir nicht in der Lage sie zu geben.

Wir gedenken des Todes, doch nutzen wir nicht den Tag.

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We want to see rainbows, but can’t stand the rain.

We ask to receive letters, but do not write them.

We fear to fail, but feast the others failures.

We beg for authenticity, but choke on our own flippancy.

We complain, but are too cowardly to take responsibility.

We are longing for freedom, but fear the consequences.

We want to dream, but do not see the stars anymore.

We search for unconditional love, but are unable to offer it.

We consider death, but don’t seize the day.

Wochenende.

Februar 15, 2009

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