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Be. 2009

September 11, 2009

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Mit Th. auf der Schaukel über dem Wasser Mit Ra. Jupitermonde sehen Mit Ed. dem Sonnenaufgang entkommen Mit Su. reden Mit To.  schweigen Mit Le., Li. und Vi. Schwänen entkommen Mit Ma. Ei., Ro., Le. und Br. gucken Mit Do. eine Stufe unterm Himmel Mit Th. und  vielen anderen das Dach besteigen Mit Ka. Kreuzberger Ärzte kennenlernen Mit El. über deine Mutter lachen Mit Ma.  beim falschen  Hamy  zweimal Mit Me., Su., Ed. und Th. Suppe aus Töpfen essen Mit KL spielsüchtig werden Mit Le., Va., und Li. Weltrekorde sehen Mit Ma. Drachen sehen und Herzen brechen Mit Do. wettschwimmen im Wannsee Mit Ra. und Ke. Violetta sterben sehen und leiden Mit Ar. und Be. über Mimiken, Gestiken, das Leben, die Welt und Männer philosophieren Mit Ed. Deutsch lernen Mit KL über das nächtliche Berlin schauen Mit Jo. und Li. biologisch auf dem Dach Mit Ed. bei Th. frische Limonade trinken Mit Ra., Ed. und Ka. abseilen, uns von Brandenburgern beschimpfen lassen und Pflaumen kaufen Mit Ma. Kickern, einer Demo hinterherlaufen, über die traurige Schöne reden und weiterkickern Mit den Römern im Club der Vis Mit Ma. Griechenland schultern, Rahmen erhandeln und Familien voller Idylle kaufen Mit Th. Kerle verfluchen und anhimmeln Mit Ch. und Ni. Vespen zählen und über Tötung taktieren Mit Li. Fahrradfahren und sich als wahnsinnig bezeichnen lassen Mit Ka. den kleinen Franzosen suchen Mit Ra. unwohl beim falschenBadeschiffer Showlaufen fühlen Mit Ra., Ni. und Er. Tucholsky vor der Uni Mit Ra. bei Willy Brandt Mit Me. und Su. wa(h)re Mode kaufen. Mit Ed. und Ra. und einer weißen Rose in der Katze Mit Do. leiden Mit Ma. auf der Gegenspur

Danke.

Präventiv in Sehnsucht.

September 9, 2009

~

Am nächsten Morgen fliegen kleine Drachen an Angeln über der Warschauer Straße. Von hier ist das Panorama Berlins besonders hässlich und doch: Meine Kamera fehlt mir so sehr. All diese Berlinmomente werden nur in meiner Erinnerung bleiben und wenn ich Berlin verlassen habe, diese stille Sehnsucht formen. Dieses Sehnen nach diesen Berlinmomenten.

~

Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen,

und dein Mund ist viel zu groß,

dein Silberblick ist unverdrossen,

doch nie sagst du: »Was mach’ ich bloß?«

Berlin, du bist viel zu flach geraten

für die Schönheitskonkurrenz.

Doch wer liebt schon nach Metermaßen,

wenn du dich zu ihm bekennst?

Berlin, du bist die Frau mit der Schürze,

an der wir unser Leben lang zieh’n.

Berlin, du gibst dem Taufschein die Würze,

und hast uns dein »Na und« als Rettungsring verlieh’n.

Berlin, deine Stirn hat Dackelfalten,

doch was wärst du ohne sie?

Wer hat dich bloß so jung gehalten,

denn zum Schlafen kommst du nie.

Berlin, mein Gemüt kriegt Kinderaugen,

und mein Puls geht viel zu schnell,

nimmst du mich voller Selbstvertrauen

an dein verknautschtes Bärenfell.

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Menschen, die sich kopfüber ansehen.

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Etwas fliegendes Überdimensionales.

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Etwas Eingelegtes.

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Etwas Verzweifeltes.

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Stimmung von allen Seiten. Elefanten von oben.

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Islamkritik, eine erhobene Hand und ein Unerschrockener.

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London.

Die Linke und der Wahlkampf.

September 5, 2009

Eure populistischen Plakate im Einzelnen kommentiere ich nicht weiter. Das ist die Sache nicht Wert.

Was aber einer Notiz bedarf: Da habt ihr dieses Plakat „Reichtum besteuern“. Okay, das ist weder besonders originell noch präzise, aber das ist euch nicht mehr als den anderen Parteien vorzuwerfen.

Nun hängt aber direkt neben Reichtum besteuern-Plakat ein Plakat auf dem Herr Gysi zu sehen ist, der eine mindestens so interessante Forderung erhebt: Reichtum für alle!

Super, liebe Linke. Erst Reichtum für alle und dann alle besteuern. Das ist wenigstens kommunistisch. Vorbildlich.

25 qm in Friedrichshain.

August 29, 2009

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Ein bisschen Paul Kalkbrenner.

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Ein bisschen Wandschmuck.

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Ein bisschen Regalklamotte.

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Ein bisschen Trost.

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Ein bisschen mehr Trost.

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Ein bisschen Frau.

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Ein bisschen komplimentär.

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Ein bisschen Lieblingsstücke.

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Ein bisschen Himmel.

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Ein bisschen DDR-Griechenland.

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Ein bisschen Sartre.

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Ein bisschen Hölle von Martin.

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Ein bisschen Theda.

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Ein bisschen Platz für alles.

Und von draußen: „Over the rainbow“.

Glückssekunden.

August 24, 2009

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Wenn es nicht so absehbar gewesen wäre.
Einmal sollte reichen. Angefixt.

~

„Du bist so ein Player“
sagt M. am Telefon zu mir.

~

Ich gebe mich anstandslos hin
diesem Sekundenglück, diesen Glückssekunden.

~

Ich hatte zu M. gesagt
ich freue mich ihn zu hören.

~

Allein dieses zarte Geräusch
auf dem Holz weiß auf schwarz.

~

Love’s not a competition but I’m winning
at least I thought so.

~

Dieses so kalkulierbare Risiko
gefährlich magisch.

~

Dann diese Plastikchips
wenn sie leise auf das Grün fallen.

~

Kennst du das? Spektakulär.

Der Schwan.

August 16, 2009

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Diese Mühsal, durch noch Ungetanes

schwer und wie gebunden hinzugehn,

gleicht dem ungeschaffnen Gang des Schwanes.

~

Und das Sterben, dieses Nichtmehrfassen

jenes Grunds, auf dem wir täglich stehn,

seinem ängstlichen Sich-Niederlassen-:

~

in die Wasser, die ihn sanft empfangen

und die sich, wie glücklich und vergangen,

unter ihm zurückziehn, Flut um Flut;

~

während er unendlich still und sicher

immer mündiger und königlicher

und gelassener zu ziehn geruht.

Rainer Maria Rilke, 1905/06, Meudon

7 Minuten in Kreuzberg.

August 14, 2009

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Ehemaliges Westberlin.

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Knapp 150.000 Einwohner.

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Drehort von: Herr Lehmann.

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EU-Wahl 2004: SPD: 16,1 CDU: 11,2 Linke: 18,0 Grüne: 42,7 FDP: 3,1

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50.000 Migranten.

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Unternehmensstandort.

Ein einziges Glück.

August 6, 2009

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Wo kämen wir denn da hin

Habe ich dich gefragt

Keine Antwort von dir

~

Diese Liebe eine Stufe unter’m Himmel

Hast du gesagt

~

Er hat noch kein Wort zu meinem Herz gesagt

Das du doch so gerne hast

Es ging mir kaputt vor einer Woche

~

Ich schaukel mit ihr

Unter uns Wasser und Fliegen

Vor uns das verrückte Paradies

~

Lieber hätte ich uns gesehen

Der Baum hat geleuchtet

Als über der Spree zu schweben

~

Sie ist sowieso ein einziges Glück für mich

Diese Fotos, diese Kleider, dieses Herz im Haar

Dieser Zettel auf dem „Willkommen zu Hause“ steht

~

Aber was erwartest du denn?